Marti, Kurt: Happy End

In der Kurzgeschichte „Happy end“ von Kurt Marti geht es um ein Pärchen, das sich zusammen einen Liebesfilm angesehen hat und welches das Kino verlässt. Der Mann läuft zornig davon und er ärgert sich über seine Frau, die im Film geweint hat. Als die Frau ihn endlich einholt, muss sie sich seine Vorwürfe anhören. Sie rechtfertigt sich zaghaft. Er nennt sie in seinen Gedanken eine blöde Gans und sie ihn einen Klotz von Mann.

Die Kurzgeschichte greift ein bestimmtes Thema auf, nämlich die klassischen Beziehungsprobleme im Alltag der Menschen und des modernen Lebens. Sie fängt mitten im Film an, den das Pärchen sich im Kino ansieht und lässt den Leser im Unklaren, was am Ende aus dem Pärchen wird.

Die Kurzgeschichte hat einen gleichförmigen Satzbau, der die geschehenen Ereignisse auf den Punkt bringt und dem Leser das Gefühl vermittelt im Geschehen dabei zu sein. Der Erzähler benutzt auch einige Vergleiche, wie z.B. „so eine Gans, denkt er, so eine blöde Gans“, oder „was für ein Klotz von Mann, was für ein Klotz“. Es handelt sich bei der Kurzgeschichte um einen allwissenden Erzähler, da er die Gedanken und Gefühle der Personen wiedergeben kann, wie z.B. „so eine Gans, denkt er“.

Der Anfang der Geschichte lässt den Leser im Unklaren über den Ort der Handlung und die Personen. Erst im dritten Satz wird klar, dass die Schlussszene eines Films wiedergegeben wurde: "Das Kino ist aus". Der erste Satz erklärt den Titel „Happy end“ und gibt eigentlich die Situation zwischen dem Pärchen wieder, wobei der Leser nicht weiß ob es auch für das Pärchen ein „Happy end“ gibt.

Ich finde das das eine leicht dramatische, aber gelungene Kurzgeschichte ist, die eine bestimmte Sache aus einem alltäglichen Beziehungsproblem schildert, die fast jeder schon einmal miterlebt hat. Sie zeigt das typische Machoverhalten einiger Männer, die Gefühlskalt sind und ihre Liebe, bzw. ihre Zuneigung nicht zeigen wollen und die solche Liebesfilme als Qual empfinden.


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